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EGERLÄNDER
BLASMUSIK- UND INFORMATIONSARCHIV
Traditionelle Blasmusik aus dem Egerland, aus Böhmen und Mähren sowie aus Donauschwaben
 

EGERLÄNDER MUSIKANTEN
 

"Egerländer Musikanten" gab es nicht erst mit Ernst Mosch und seinen "Original Egerländer Musikanten".
Bereits sehr viel früher erfreuten Volksmusikanten als traditionelle Interpreten die Bevölkerung im Egerland (Eghaland) mit Volks-, Tanz- und Blasmusik.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese besonders gefühlvolle und zugleich fröhliche Musik dann von "ehemaligen Egerländern" zunehmend in ganz Deutschland zur Erinnerung an die verlorene Heimat gespielt.
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Anschaulich stellt der Egerland-Brunnen in Marktredwitz/Oberfranken
die traditionellen Volksmusikanten des Egerlandes und ihre Instrumente dar.

 


Im Bild links der "Geelroubmbeißer" mit seiner Klarinette, rechts davon ein Dudelsackspieler (der Dudelsack war im Egerland ein sehr bekanntes und gern genutztes Instrument),
ganz rechts ein Musikant mit einer Harfe (ebenfalls ein traditionelles Instrument in der Egerländer Volksmusik).
Nicht zu sehen auf diesem Bild sind der Kontrabass ("Bassettl") und die Geige.


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Die Kapelle Egerland
Die "Kapelle Egerland", 1946 von Karl Lenkl gegründet und danach bis 1975 von Rudi Kugler geleitet, war die erste Formation,
die die traditionelle Blasmusik des Egerlandes pflegte und in Westdeutschland bekannt machte.
Es folgten unter anderem 1965 die "Original Böhmerländer" unter ihrem aus dem Egerland stammenden Leiter Hubert Wolf, die sich generell auf die original böhmische Blasmusik mit entsprechender Besetzung spezialisierten.


Zahlreiche andere Blaskapellen - zum Beispiel die "Burgenland-Kapelle" unter Robert Payer oder die "Original Donauschwäbische Blasmusik" unter Josef Augustin - spielten "böhmische" Blasmusik oder ließen den unverkennbaren Stil dieser Musik in ihre eigenen Interpretationen einfließen.


Die Original Egerländer Musikanten
Letztendlich aber war es der 1925 in Swodau im Egerland (heute: Svatava/Tschechien) geborene Ernst Mosch, der ab 1956 mit seinen "Egerländer Musikanten" (später die "Original Egerländer Musikanten") die Blasmusik aus dem Egerland sowie aus Böhmen weltberühmt machte.
Zahlreiche Blaskapellen haben seitdem versucht, die "Original Egerländer Musikanten" zu kopieren - sie haben es nie erreicht!
Ernst Mosch mit seinen "Original Egerländer Musikanten" blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1999 der "König der Blasmusik" und eroberte sich mit seinem unverkennbaren Stil die Herzen der Blasmusikfreunde sowie der Freunde der böhmischen Blasmusik in aller Welt.


Nach seinem Tod wurde die Musik von Ernst Mosch und seinen "Original Egerländer Musikanten" weitergeführt und interpretiert
von "Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten".
 

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Interessante und empfehlenswerte Volksmusik aus dem Egerland:
Das "Egerländer Notenbüchl" - eine Langspielplatte in Eigenproduktion der Egerland-Jugend - enthält zahlreiche Lieder und Musikstücke aus dem Egerland,
zum Teil gespielt auf den für das Land charakteristischen Musikinstrumenten wie Dudelsack, Bass, Geige, Klarinette und Harfe (Nr. EJ 077).
Auf der "Europa"-Schallplatte Nr. E 155 bieten der Heimatchor der Eghalanda Gmoi z' Hamburg und eine Bauernkapelle
traditionelle "Klänge der Heimat" mit Liedern und Tänzen aus dem Egerland und dem Erzgebirge.
Einen "Liedergruß aus dem Egerland ..." bietet die 1977 produzierte Langspielplatte der Egerländer Trachtengruppe des Heimatkreises Bischofteinitz
mit zahlreichen Volksliedern und Tänzen aus dem Egerland sowie aus dem Erzgebirge und dem Böhmerwald.
"Ein Egerländer Sonntag" (A Eghalanda Sunntag) nennt sich die Langspielplatte von Leopold Jubl,
auf der zahlreiche Egerländer Volksmusikgruppen "echte Egerländer Blasmusik" sowie die schönsten und bekanntesten Volksweisen spielen und singen (Nr. SM 3001).
 

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Auch zwei Single-Schallplatten aus dem "Egerländer Blasmusik- und Informationsarchiv" sollten hier nicht unbeachtet bleiben:
Die Original Weheditzer Musikanten unter Ernst Zindl und das Adi-Rauscher-Trio aus Karlsbad spielen und singen Volksweisen aus dem Egerland
("Egerländer Quadrille", Nr. AHP 3639)
"Ehe sie verklingen ..." - gemeint sind unter anderem alte deutsche Volksweisen aus dem Böhmerwald, die Johannes Künzig auf vier Single-Platten zusammengestellt hat.
Dort findet sich u.a. ein Dudelsacksolo (Erwin Korn, Hüttenhausen/Tachau), eine Polka von 1957, gespielt mit Dudelsack und Klarinette (Erwin und Wenzel Korn)
sowie die Volksweise "Do naus is mei Trumm'ltauber g'vreckt", gesungen von Anna Korn, Katharina Müller und Maria Schröpfer aus Neugrammatin/Bischofteinitz.
 
 

Das
Egerländer Blasmusik- und Informationsarchiv
beschäftigt sich detailliert mit der Geschichte der Volks- ud Blasmusik im Egerland und in Böhmen
sowie mit ihrer kulturellen Entwicklung über die Grenzen Böhmens hinaus in der Länder der ehemaligen k&k-Monarchie.
Über einen fachlichen und informellen Austausch freuen wir uns.
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